Wednesday, January 10, 2007
"Eines der erstaunlichsten Dinge, die ich je gesehen habe!"
Sunday, January 07, 2007
Die neue Staffel "24"
Die ersten drei Folgen mit Geheimagent Jack Bauer blieben ein wenig hinter den Erwartungen zurück, obwohl das Spannungsniveau schnell steigt.
Zu kritisieren ist, wie bereits bei der vergangenen Staffel, die misslungene Darstellung der Führungsspitze im Weissen Haus. Der Präsident ist eine Flasche und wird fast schon überzeichnet, ebenso die debile First Lady. Die US-Führung in Zeiten, die real wie fiktional so schwer sind derart darzustellen, ist indiskutabel und unnötig. Gott sei Dank sieht die Wirklichkeit hier anders aus.
Jack Bauer ist wie immer topfit und hart im nehmen; Chloe ist immer noch die totale Dumpfbacke. Michelle Dessler (die einzige Frau ausser Jennifer Aniston, zu der die nervige Synchronstimme von Ulrike Stürzbecher passt) ist leider tot – Autobombe um 7 Uhr 15.
Die Terroristen sind diesmal keine Muslime, sondern osteuropäischen Ursprungs (tippe auf eine Art Tschetschenen), die skrupellos Geiseln ermorden, um ein bilaterales Anti-Terror-Abkommen zwischen den USA und Russland zu verhindern. Der Drahtzieher im Hintergrund bleibt vorerst im Dunkeln. Dass ausgerechnet der Anführer der Terrorzelle am Flughafen die ohnehin viel zu oft verwendete deutsche Stimme des sympathischen IPS-Fahrers Deacon Palmer erhalten hat, ist ein ziemlicher Schlamassel – überhaupt hat die Synchronqualität nachgelassen.
Insgesamt kann man aber zufrieden sein – in den USA startet in Kürze schon die 6. Staffel.
Thursday, January 04, 2007
Liebet eure Feinde...
Saturday, December 30, 2006
Frohes Neues Jahr!
Das Jahr 2006 verabschiedet sich mit einem Paukenschlag: der zehntausendfache Menschenschlächter Saddam Hussein wurde in den frühen Morgenstunden hingerichtet; im ganzen Irak brach Jubel aus. Hoffen wir, dass das gebeutelte Land 2007 noch größere Fortschritte macht.
Allen Lesern wünsche ich ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2007! Ich hoffe, ihr bleibt diesem Blog gewogen und schaut gelegentlich vorbei. Die ein oder andere Idee für einen interessanten Beitrag habe ich bereits im Hinterkopf. Und jetzt: lasst es krachen!
Tuesday, December 19, 2006
Weihnachten an der Front
Thursday, December 14, 2006
An alle Anrufer
Sunday, December 03, 2006
Ist das noch James Bond?
Als im Jahr 1969 erstmals ein anderer als der legendäre Sean Connery die Rolle des James Bond übernehmen musste, taten die Produzenten alles, um den Fans den Umstieg so leicht wie möglich zu machen, beispielsweise wurden im Vorspann kurze Ausschnitte aus den vergangenen 007-Abenteuern gezeigt. Die Botschaft war deutlich: Keine Panik, es ist immer noch euer Bond!
Daniel Craig nun ist der 6. James Bond. Seine Wahl war mehr als umstritten, doch nach Pierce Brosnan war es sowieso schwer, einen würdigen Ersatz zu finden. Craig wurde schon lange vor Drehbeginn heftig kritisiert und viele Fans der Serie hielten ihn, wie damals George Lazenby, für eine schlechte Wahl. Im Jahre 2006 jedoch kümmert es die Produzenten scheinbar weniger, wie ihr Publikum die Umstellung auf einen neuen Bond verkraftet, denn es wird nichts unternommen, um diese zu erleichtern. Im Gegenteil: Bond-Kenner und –Traditionalisten werden durch zahlreiche Details und Fehler zusätzlich verstört. Schmerzlich vermisst werden Miss Moneypenny und Q.
Die Eröffnungssequenz, diesmal in schwarz-weiss, ist ungewöhnlich kurz und mündet in einen seltsam fremden Vorspann, in dem erstmals die schönen Frauen fehlen – ein Mangel, der sich auch im weiteren Verlauf des Films nicht ändern wird. Das Titellied von Audioslave-Sänger Chris Cornell ist gewöhnungsbedürftig, was aber nicht schlecht sein muss. Für den Soundtrack zeigt sich zum vierten Mal in Folge der geniale David Arnold verantwortlich, welcher hier aber eindeutig seine schwächste Arbeit abgeliefert hat. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Schlussszene, in der das erste Mal Monty Normans berühmtes James-Bond-Thema erklingt. Ob dieser zugegeben ergreifende Effekt es aber Wert war, während des ganzen restlichen Films auf diese so typische Musik zu verzichten, sei dahingestellt.
Nach dem Vorspann hat „Casino Royale“ gleich einen actiongeladenen Höhepunkt: in einer atemlosen Sequenz, die leider viel zu schnell geschnitten ist, verfolgt Bond einen Bombenleger bis in die luftigen Höhen eines Krans. Die schlechte Kameraarbeit hier wird später bei den Casinoszenen wettgemacht, am Spieltisch erlebt der Zuschauer brillante Perspektiven. Überhaupt gehören diese ruhigen Szenen zu den spannendsten, leider dürften die zahlreichen Kinogänger, die vom Texas Hold’em-Poker nichts verstehen, dies anders beurteilen.
Ein anderes Thema des Films ist das product placement: eigentlich stört es nicht. Das Handy sieht man ein bisschen zu oft, das Auto hätte man gerne etwas länger gesehen. Schon jetzt Kult sind die Szenen in Gunther von Hagens „Körperwelten“-Ausstellung. Hier ist den Machern wirklich ein guter Einfall geglückt.
Hauptsache in diesem Film sind nicht die Terroristen. Überhaupt hat man das Gefühl, der Story fehle es an einem roten Faden. Kein Superschurke, der die Welt vernichten will. Die Hauptsache in diesem Film ist stattdessen Bond selbst und seine Liebe zur Schatzbeamtin Vesper Lyndt, deren barockes Äußeres sich ebenfalls wenig in die Tradition der üblichen Bond-Gespielinnen einfügen mag. Tatsächlich fällt zwischen den Beiden das Wort „Liebe“, und James will sogar seinen Beruf an den Nagel hängen, um sie heiraten zu können. Die Konversationen sprühen hier vor Wortwitz, wenn man als Fan jedoch anmerken will, dass der „echte“, oder eben nur der „gewohnte“, James Bond weder „Schlampe“ noch „blöde Kuh“ sagen würde. Bis zur DVD-Veröffentlichung wollen wir dieses Manko der eigentlich recht gelungenen Synchronisation zuschieben. Manches allerdings glaubt man schon gehört zu haben – so gleicht Vespers Philosophieren über die Arbeit als Agent verdächtig dem von Natalya Simonova in „GoldenEye“. Vespers Tod scheint Bond nicht sehr nahe zu gehen, noch viel weniger der brutale Mord an seiner Kurzzeit-Freundin mit Namen Solange. Dies scheint unglaubwürdig angesichts seiner emotionalen Reaktion auf den Tod seiner Feindin Elektra King in „Die Welt ist nicht genug“. Doch diese Geschichte ist zur Zeit von „Casino Royale“ ja noch gar nicht passiert, womit wir beim wichtigsten Punkt dieses Bond-Films angelangt wären.
„Casino Royale“ spielt in der Zeitrechnung des Bond-Universums noch vor „Dr. No“, also vor 1962. Dennoch spielt der Film gleichzeitig im 21. Jahrhundert (M: „Nach dem 11. September…“; „Herrgott, wie mir der Kalte Krieg fehlt“). Diese verstörenden Zeitunterschiede dominieren den Film und alles, was darin geschieht. Bond lernt Felix Leiter kennen, mit dem er schon in vielen Filmen zusammengearbeitet hat. Bond wird von der wunderbaren Judi Dench als M heruntergeputzt, obwohl die beiden über die Jahre fast schon Freunde wurden. Daniel Craig (dessen blonde Haare nicht, wie oft behauptet, stören) soll also der junge Bond sein – doch er sieht älter aus als einige seiner Vorgänger. Somit beantwortet „Casino Royale“ eine Frage: was wäre, wenn die ersten 20 Bond-Filme nie stattgefunden hätten, und ein junger Mann namens James Bond heute beim MI6 anfangen würde?
Leider ist dies eine Frage, die niemand gestellt hat.
Saturday, November 25, 2006
Kabelsalat
Thursday, November 16, 2006
Unfaire Medien
Ein kleiner Rückblick: In Deutschland hat sich die Idee, dass die Republikaner um George W. Bush einen erheblichen Einfluss auf die Massenmedien ausüben, durchgesetzt. Das Gerücht, dass die Bush-Dynastie nicht nur Fox News, sondern auch alle anderen TV-Anstalten unterwandert, hat sich in den Köpfen festgesetzt – schließlich verdanke Bush seine Wiederwahl 2004 seiner massiven Medienmanipulation.
Die Wahrheit sieht natürlich mal wieder ganz anders aus: die amerikanischen Medien sind zwar voreingenommen, jedoch nicht zu Gunsten der Republikaner, sondern ihrer Demokratischen Widersacher. Dazu ein paar Zahlen und Fakten:
34 Prozent der amerikanischen Journalisten zählen sich zu den „Liberals“ (hier: den Linken), während nur 7 Prozent angeben, „Conservatives“ zu sein und die Republikaner zu favorisieren. (Pew Research Institute, 2004)
Das Center for Media and Public Affairs der George-Mason-Universität hat in einer Studie ermittelt, dass die entscheidenden Massenmedien in den letzten zwei Monaten vor den Präsidentschaftswahlen am 2. November 2004 zu 64 Prozent negativ über die Kampagne von George W. Bush berichteten und zu 58 Prozent positiv über die seines Kontrahenten John Kerry.
Von den größten amerikanischen Zeitungen sprachen 125 eine offizielle Wahlempfehlung für John Kerry aus, darunter u.a. die New York Times und der Miami Herald. Nur 96 Zeitungen sprachen sich für Bush aus.
All das sind alte Kamellen, die an dieser Stelle nicht noch länger ausgeführt werden, wie auch Robert Greenwald’s Film „Outfoxed“, eine Pseudo-Dokumentation, in der Anhänger der Demokraten beweisen wollten, wie rechts es bei Amerikas erfolgreichstem Nachrichtensender, Rupert Murdoch’s Fox News, zugeht. Der Film war so schlecht, dass sogar der „Spiegel“ urteilte: „Wenn es von rechts gegen CNN ginge, würde man spätestens jetzt an diesem Punkt wohl von einer Einschüchterungskampagne sprechen“ (Der Spiegel, Nr.33, 09.98.04., S.81).
Das Thema ist aus einem besonderen Grund wieder aktuell geworden, beginnen wir zur Einführung mit einem Zitat der Publizistin Ann Coulter:
„The essence of being a liberal: The absolute conviction that there is one set of rules for you, and another, completely different set of rules for everyone else. “
Der Punkt ist der, dass das Messen mit zweierlei Maß bei den Linken Dimensionen angenommen hat, die vom Irrationalen ins Hirnrissige aufgestiegen sind. Als Beispiel sollen uns hier die Moderatoren Bill O’Reilly und Keith Olbermann dienen.
Ersterer ist Starmoderator von Fox News, wo sein Nachrichtenmagazin täglich um 20 Uhr Ostküstenzeit mehr Zuschauer anlockt als irgendeine Nachrichtensendung im Kabelfernsehen jemals zuvor. Bill O’Reilly macht in seinen Kommentaren und Interviews aus seinen konservativen Ansichten keinen Hehl und ergreift oft Partei für den amtierenden Präsidenten.
Entsprechend groß ist die Aufregung um O’Reilly. Besonders in Deutschland ist man entsetzt über die „unfaire“, „parteiische“, „polemische“ und „propagandistische“ Art der Berichterstattung.
Keith Olbermann arbeitet für den drittgrößten Nachrichtensender, MSNBC. Auch seine Sendung läuft täglich, auch um 20 Uhr. Er war auch Moderator der Wahlnacht 2006 bei NBC und MSNBC. Olbermann macht ebenfalls aus seinen politischen Ansichten keinen Hehl. Ohne irgendeine Aufregung über „unfaire“ Berichterstattung auszulösen, hält Olbermann wiederholt in seinen Sendungen 10-Minütige Hetzreden, in denen er unter anderem erklärt: „Die Politik dieser Administration kann und ebenso schaden wie Al Kaida“. George W. Bush sei kein „wahrer Amerikaner“, ein Stück von Amerika sterbe durch die inkompetente Regierung.
Der Moderator hält aufgeregt eine Ansprache, um seine Zuschauer von der Schlechtigkeit der Regierung zu überzeugen. Linke „sehnten“ sich nach eigenen Angaben nach neutralem, objektivem Journalismus, und was herauskommt, ist Propaganda. Plötzlich ist das Ziel nicht mehr der hohe Standard der journalistischen Objektivität, sondern der Wunsch nach einem Schreihals, der die eigene Meinung kundtut.
Auf die Frage, warum diese Art des Meinungsjournalismus gut sei und die andere nicht, antwortete ein Bush-Gegner mir im persönlichen Gespräch, man müsse die Leute informieren und wachrütteln, ihnen erklären, wie schlecht dieser Präsident sei.
Mit anderen Worten: unfairer, voreingenommener Journalismus darf als gut und erstrebenswert erachtet werden, so lange er zu Ungunsten von George W. Bush arbeitet. Was sind Bush-Hasser nur für Leute??
Monday, November 13, 2006
Mehr Toleranz, bitte!
Thursday, November 09, 2006
Bye Bye, Rummy... und anderes zu den Wahlen
Diejenigen, die im Zusammenhang mit dem Abschied Donald Rumsfelds von einem "Bauernopfer" sprechen, liegen meilenweit daneben - denn Rummy war für Bush einer der engsten Vertrauten.
Zum Ende der Amtszeit des schlagfertigen Republikaners gibt es bei der Achse des Guten noch einmal die lustigsten Zitate aus seinen berühmten Pressekonferenzen. Unter anderem diesen Klassiker:
Colorado yes 65, no 44
Idaho yes 63, no 37
South Carolina yes 78, no 22
South Dakota yes 52, no 48
Tennessee yes 80, no 20
Virginia yes 57, no 43
Wisconsin yes 59, no 41
