But even tough debates can be conducted in a civil tone, and our differences cannot be allowed to harden into
anger. To confront the great issues before us, we must act in a spirit of goodwill and respect for one
another- and I will do my part. - President George W. Bush
Nach "Lachen über Fox News" kommt heute "Freuen mit Fox News (FNC)": der Nachrichtensender von Rupert Murdoch hat sich in den letzten 10 Jahren einen beeindruckenden Vorsprung vor der Konkurrenz geschaffen, wie die Mediendaten bei TVNewser eindrucksvoll zeigen. Auffällig ist der höhere Peak im Wahlkampf 2008 bei allen Nachrichtensendern und der Anstieg der Fox-News-Quoten mit der Vereidigung von Barack Obama. Interessant ist die weitere Entwicklung von MSNBC. Der links-alternative Nachrichtensender von NBC befindet sich am Rockefeller Plaza nur wenige Gehminuten von Fox News entfernt, liegt quotenmäßig aber meilenweit zurück. Die starke linke Agenda des Senders ist kein besonderer Zuschauermagnet, könnte dem Sender aber langfristig helfen. Nach dem erfreulichen Rekordjahr 2008 dümpelt CNN nun wieder im Mittelfeld daher.
Zum Thema "Fox News" hat sich der selbsternannte Alles-Experte Peter Scholl-Latour (PSL) in der Zeitschrift "tv Hören und Sehen" geäußert. Ist die Zeitschrift es eigentlich kaum wert, zitiert zu werden, ist es sehr wohl PSL.
"Sie müssen sich mal ansehen, wie Sender wie "Fox" das eigene Staatsoberhaupt angehen. Das ist hämisch und gehässig, das ist bösartig, das ist teilweise auch völlig verzerrend - aber das ist gut gemacht".
Da stellen sich mir gleich ein paar Fragen an Herrn Scholl-Latour: Ist es nicht eigentlich gut, wenn ein Sender regierungskritisch berichtet? Ist es nicht fair, dass Obama auch bei Journalisten mal Kritik erfährt, während andere Journalisten ihm zu Füßen liegen und sich zu seinem Sprachrohr machen? Weiß Herr Scholl-Latour, dass es mit MSNBC einen ganzen Nachrichtensender gibt, der eine linke Agenda hat und Obama vorbehaltslos unterstützt? Fand Herr Scholl-Latour es auch "hämisch und gehässig", dass der Chefmoderator eben dieses linken Nachrichtensenders den damaligen Präsidenten George W. Bush aufforderte, "zur Hölle das Maul zu halten"? Fand Herr Scholl-Latour es ebenfalls "aus deutscher Sicht unwürdig", als George W. Bush mehrheitlich von den Medien schlechtgemacht wurde?
Der Fragesteller der "tv Hören und Sehen" steht Herrn Scholl-Latour unterdessen in nichts nach. Der Titel des Interviews lautet "Ist Amerika unregierbar?", und das in den Fragen vorweggenommene Ergebnis von PSLs Analysen lautet: Obama ist klasse, doch die Amis sind zu doof, daher kann er nicht gescheit regieren. Beispielsweise seien die "kleinen Leute" in Amerika nicht ordnungsgemäß Obama-Begeistert. Der Grund: sie wurden von "diversen Lobbys" so auf eine "Anti-Sozialismus-Kampagne eingeschworen", dass sie "ihre wahre Situation gar nicht erkennen". Na klar, denn die "wahre Situation" von Joe Sixpack kann PSL aus dem deutschen Talkstudio besser beurteilen, als Joe Sixpack selbst. Die Amis sind halt zu dumm für so einen exzellenten Präsidenten. "Da kann man Obama keinen Vorwurf machen", fasst PSL zusammen.
In der aktuellen Sonntags-FAZ erklärt PSL dann noch den Terrorismus und künftige Gefahrenherde der Welt, die er in seinem neuen Buch "Die Angst des weißen Mannes" thematisiert. Da sagt er zum Beispiel:
"Vor dem Terrorismus brauchen wir keine Angst zu haben, mit Terrorismus kann man leben."
Ach so. Dann haben wir uns ja die lezten 8 Jahre ganz umsonst gefürchtet und ganz umsonst gekämpft. Dann verschwendet ja jetzt auch Barack Obama seine Energie ganz unnötig. Hätten wir das doch früher eingesehen! Ob die tausenden Witwen, Waisen und Verstümmelten von New York, Madrid, London, Bali und co. auch ganz gut "damit leben können"?
An anderer Stelle des Interviews kritisiert PSL das zaghafte deutsche Einmischen in die Menschenrechtsangelegenheiten Chinas und Russlands mit den Worten
"Was geht das die Deutschen an, verdammt noch mal?"
Ja genau! Was erdreisten wir uns auch, Christenverfolgung, Auftragsmorde und Arbeitslager anzusprechen? Einfach großzügig darüber hinwegsehen, so löst Peter Scholl-Latour wohl gerne Probleme.
Peter Scholl-Latour hat in den letzten Jahren mehrfach unter Beweis gestellt, dass er als "Experte" besser nicht mehr befragt werden sollte. Hoffentlich wird das jetzt auch mal den Medien klar.
In den USA wurde extremst knapp ein schwerer Terroranschlag verhindert. Einige Reaktionen überraschen, andere nicht. Erwähnenswert sind sie allemal.
Barack Obama hat erstaunlich lange geschwiegen. Die Beinahe-Katastrophe von Detroit war für den Präsidenten viel zu lange kein Grund, sein Golfspiel auf Hawaii zu unterbrechen. Dabei hätte ein kurzes Statement zur Beruhigung seiner Landsleute gereicht. Die Sicherheitsbestimmungen im Flugverkehr will der Präsident überdenken - zu recht. Im Gegensatz zu Fort Hood spricht das Weiße Haus von hier klar von Terror - dass man diese Selbstverständlichkeit loben muss, spricht für sich. Obama überliess das Feld seiner Heimatschutz-Ministerin Janet Napolitano. Napolitano, eigentlich eine Frau mit Sachkompetenz, fiel es bei zahlreichen TV-Auftritten schwer, das Versagen der Sicherheitsbehörden zu erklären, was selbst den sonst so zahmen Matt Laurer in "Today" zu etwas aufgeregterem Nachfragen anregte.
Die US-Regierung hatte, wie der SPIEGEL berichtet, angeblich frühzeitig Hinweise auf mögliche Terrorattacken aus dem Jemen. Auch stand der Name des "Bein-Bombers" auf einer Watchlist für Terrorverdächtige. Unter Präsident Bush waren solche "Indizien" bereits ausreichend für die blödsinnige Theorie, dass das Weiße Haus den Anschlag bewusst zugelassen hätte. Obama hat sich dem Versagen der Sicherheitsdienste inzwischen angemessen angenommen.
In Deutschland haben sich schnell auch konservative Politiker gegen den Einsatz von so ganannten "Nacktscannern" ausgesprochen. Doch diese Front bröckelt, der ehemalige SPD-Europaabgeordnete und Reiseveranstalter Öger hält den Einsatz solcher Scanner für "langfristig nicht zu vermeiden". Vereinzelt stimmen selbst liberale Kommentatoren dem zu. In den Niederlanden werden die Scanner wohl zum Standard.
Außer seinem viel zu späten Presse-Statement ist Präsident Barack Obama in dieser Sache kein Vorwurf zu machen. Außer in Teilen seiner Rhetorik ist er mit den Terroristen nicht auf Kuschelkurs gegangen, hat er keine wichtigen sicherheitspolitischen Maßnahmen der Bush-Regierung abgeschafft, die diese Situation erst möglich gemacht hätten.
Die Frage, warum Umar Faruk Abdulmutallab überhaupt einen Terroranschlag verüben wollte, stellt sich in unbequemer Weise der politischen Linken. Laut der Logik der Linken war es die Präsidentschaft von George W. Bush, die die Terroristen vom 11. September zu ihren Taten provozierte. Laut der Logik der Linken sollte ein linker US-Präsident eine "neue Ära der Diplomatie" eineiten und der "muslimischen Welt die Hand reichen". Das hat Barack Obama in fast unterwürfiger Art und Weise getan, man denke an seine Rede in Kairo, man denke an den Friedensnobeloreis. Erstaunlicher weise ließen und lassen sich die Terroristen davon aber nicht beeindrucken. Wir erleben es nicht, dass Terror-Camps geschlossen werden, weil die Rekruten bewegt sind von Obamas Freundlichkeit und Offenheit. Jenseits des linken Lagers weiß man schon lange, warum: die Terroristen sind einfach böse. Sie hassen uns nicht für das, was wir tun, sondern für das, was wir sind: frei und selbstbestimmt.
SPIEGEL-Autor Jan Fleischhauer bringt es in seinem intelligenten Buch "Unter Linken" auf den Punkt:
Dem Terroristen einen Mitteilungs- und damit Verständigungsdrang zu unterstellen gehört zu den tragischen Irrtümern der aufgeklärten Welt. Die einzige Botschaft, die der Terrorist für uns parat hat, ist die der Negation von allem, was uns heilig ist.
Das ist zwar offensichtlich wahr, doch mit dem Erkennen der Wahrheit tun sich Linke bekanntlich schwer. Den Vogel abgeschossen hat in diesem Zusammenhang die Online-Ausgabe des stern mit einem wahnwitzigen Kommentar, der durch seine ungeheure Klischeehaftigkeit noch unglaublicher wird. Die Autorin schreibt:
Die simple Wahrheit ist: Es kann und wird keine absolute Sicherheit geben. Nicht beim Fliegen, nicht beim Zug fahren und auch nicht beim Kaffeetrinken im Bistro um die Ecke. Wäre die Politik bereit, sich dieser Wahrheit zu stellen und auf immer neue, immer absurdere Sicherheitsvorkehrungen zu verzichten, könnte sie sich endlich einmal ernsthafte Gedanken darüber machen, wie es zu schaffen ist, dem weltweiten Terror den Nährboden zu entziehen. Das war, auch wenn es inzwischen in Vergessenheit geraten ist, nach den Anschlägen vom September 2001 immerhin einmal das erklärte Ziel nicht nur der US-amerikanischen Regierung. Doch bislang ist von politischen Aktivitäten, wie langfristiger wirtschaftlicher Entwicklungshilfe, Bildungskampagnen und der Bekämpfung von Armut und Hunger in der Welt wenig zu merken.
Entwicklungshilfe und die Verbreitung von Menschenrechten, Bildung und vernünftigen ökonomischen Strukturen war nach dem 11. September in der Tat die Agenda der Regierung Bush, zu Recht. Zu Unrecht ist diese Regierung gerade dafür von den Linken ohne Ende kritisiert worden. Da war von der "Überheblichkeit des Westens" die Rede und von "Imperialismus".
Offensichtlich ist die Autorin allen Fakten zum Trotz noch immer der klassisch linken Ansicht, Terror entstehe durch "Armut und Hunger", und mit dem Verteilen von Mais, Mehl und Schulbüchern sei der Terror zu stoppen. Dies ist, um obiges Zitat aufzugreifen, ein "tragischer Irrtum" (man könnte es auch totale Dummheit nennen). Warum baut Osama bin Laden mit seinem Millionenvermögen keine Kinderkrankenhäuser, sondern Terrorcamps? Warum bildet er junge Menschen nicht zu Ärzten, sondern zu Massenmördern aus? Umar Faruk Abdulmutallab, Sohn eines Millionärs, studiert in Europa - was hätte er mit Mühe und Intelligenz in seinem Leben Gutes für die Menschen in der arabischen Welt bewirken können. Wollte er aber nicht. Er wollte lieber Unschuldige töten.
Der Grund: die Terroristen sind böse. Selbst Barack Obama hat bei seiner Ansprache in Oslo die Existenz des Bösen in der Welt nachdrücklich angesprochen. Die Linken schaffen, so Jan Fleischhauer, das Böse ab, weil jeder Täter eigentlich Opfer sei. Auf diese Weise schafft man zwar das Böse ab, verhindert aber keine einzige böse Tat.
Der Vorfall von Detroit hat den Terrorismus wieder allgegenwärtig gemacht. Wir dürfen uns davon in unserem Alltag nicht beeindrucken lassen. Gleichzeitig muss uns aber auch nach wie vor bewusst sein, wie wichtig und aktuell der "Krieg gegen den Terror" nach wie vor ist.
Es wirkt manchmal schon etwas kurios, wenn Glenn Beck in seiner Sendung auf Fox News in seinem mit lustigen Accessoires vollgestellten Studio die Welt erklärt; und dabei auch mal Spielzeugautos als Anschuungsmodell verwendet - über eine lustige South-Park-Parodie dieser Sendung habe ich erst kürzlich berichtet. Auf seine unorthodoxe Art und Weise spricht Glenn Beck aber oft wichtige und berechtigte Gedanken an, die man sonst nicht zu hören bekommt. So berichte Beck ausführlich und erfrischend skeptisch über den Klimagipfel in Kopenhagen. Beck ist das, was man wohl einen Klima-Skeptiker nennen würde: anders als die meisten anderen Journalisten hinterfragt er die dubiosen wissenschaftlichen "Fakten" zum "menschgemachten Klimawandel". In einer seiner letzten Sendungen hat er dazu ein paar interessante Gedankengänge dargelegt.
Becks These: im Mittelalter sah die "Staatsordnung" noch so aus, dass Gott dem König sagte, was zu tun sei, der König sagte das dann dem Volk. Der einfache Bürger stand also ganz unten in der Hierarchie. Mit der Gründung Amerikas 1776 errichteten Menschen eine neue, gerechtere Ordnung: Gott sagte dem einzelnen, was zu tun sei, der einzelne Bürger sagte es dann der Regierung. Die Regierung arbeitet hier also für uns, und wir haben die Kontrolle über sie. Soweit, so gut, doch die Regierung ist davon nicht begeistert. Zusammen mit den Linken, den "secular progressives" eleminiert die Regierung erstmal Gott - die totale Säkularisierung der Gesellschaft. Wenn der Bürger nun nicht mehr durch eine übergeordnete Instanz, sondern durch eigenes Gutdünken entscheidet, was richtig ist und was nicht: mit welcher Bevollmächtigung will er dann der Regierung sagen, was sie tun soll? Die Regierung will in der Hierarchie wieder nach oben. Also schafft sie sich eine neue übergeordnete Instanz, und das ist der Planet Erde. Die Erde sagt der Regierung, was zu tun ist, und die Regierung sagt es dann dem einfachen Volk. Die ursprüngliche Ordnung ist wieder hergestellt. Der Planet sagt der Regierung (angeblich), "Die Eisbären sterben" (obwohl es immer mehr werden), und die Regierung erhöht darauf hin die Steuern. Der Planet sagt der Regierung (ageblich), "Mir wird immer wärmer", woraufhin die Regierung die Glühbirne verbietet.
Und darum geht es letzten Endes in Kopenhagen:
1. Uns noch mehr von unserem Geld wegnehmen. 2. Uns noch mehr von unserer Freiheit wegnehmen. 3. Institutionen und Strukturen bilden und festigen, um 1. und 2. in Zukunft mächtig auszuweiten.
Und weil man sich dagegen nicht wehren kann, bleibt einem nur der humorvolle Widerstand mit einem neuen Zitat von Denny Crane, dem wunderbaren Anwalt aus "Boston Legal":
Ich hoffe, dass dieser Planet überlebt, das hoffe ich wirklich. Aber ich habe die Schnauze voll von euch schnippischen, Hybrid-fahrenden Sozialisten, die uns erzählen wollen, wie wir unser Leben zu führen haben. Hin und wieder verpulvere ich ein wenig Sprit. Im Winter lasse ich mein Termostat auf 24 Grad stehen. Ich bevorzuge Nachtspiele im Football und ich hasse das Gejammer von euch Klimatatastrophenfuzzies über meinen Elektroschmuck! Niemand kommt einfach in mein Büro und verdirbt mir die Weihnachtsstimmung mit einem Haufen Rettet-den-Planeten-Atheisten-Kommunisten-Gesabber!
Richtig.
Eine sehr ausführliche Berichterstattung zum "Klimawandel" und der Konferenz in Kopenhagen bietet die Achse des Guten unter anderem hier. Es empfiehlt sich wirklich, sich mal in das Thema einzulesen. Allerdings nicht an diesem Wochenende; denn das kalte Winterwetter sollte man genießen. Denn bald haben wir nur noch Sahara. Wer's glaubt...
Barack Obama hat heute in Oslo den Friedensnobelpreis erhalten. Über die Angemessenheit dieser Auszeichnung kann man sich vortrefflich streiten, fest steht: der amerikanische Präsident ist in der Welt beliebt wie kaum einer seiner Vorgänger. Das ist zwar schön, doch die Frage lautet: ist es wichtig? Die Antwort lautet: Nein. Es geht in dieser Welt nicht darum, gemocht zu werden, sondern darum, das Richtige zu tun.
Bei aller Euphorie um Obama muss man leider sagen, dass er nach wie vor viele Dinge tut, die einfach nicht richtig sind. Es ist nicht richtig, die Steuern zu erhöhen. Es ist nicht richtig, Milliarden und Abermilliarden zur Eindämmung des Hirngespinstes "menschgemachter Klimawandel" zu verpulvern. Es ist nicht und niemals richtig, sich von Israel zu distanzieren. Es ist nicht und niemals richtig, für mehr Abtreibungen zu sorgen. Es ist nicht richtig, den Begriff "Familie" neu zu definieren. Es ist nicht richtig, vor den Feinden der Freiheit Schwäche und Unentschlossenheit zu demonstrieren.
Die Welt mag das anders sehen, und Obama daher lieben. Doch das ändert nichts an oben genannten Wahrheiten: es ist einfach nicht richtig.
Der frühe Sonntagmorgen ist immer für eine Überraschung gut. Gestern lag der F.A.S. ein Flyer mit einer, sagen wir mal, interessanten, Ankündigung bei. "HOPE-Die Obama Musical Story" - ein Musical über Barack Obama! Wie schon beim Friedensnobelpreis klingt das zunächst wie Satire, ist aber vollkommen ernst gemeint.
Im Musical wird der rasante Aufstieg Barack Obamas zum US-Präsidenten von 30 "erstklassigen Sängern, Tänzern und Akrobaten" dargestellt. Es sei durch die jüngsten Ereignisse ein "neuer Zeitgeist" entstanden, der in einer Nebenhandlung "durch die Augen einer in Chicago lebenden, multikulturellen Wohngemeinschaft" betrachtet werde. Der Zuschauer, so verrät der blaue Flyer weiter, erlebe das "erste Interaktivmusical zum Mittrommeln" auf speziellen "BAFF-Musikstühlen". Ob ein gewisser Thomas G. Hornauer für die Idee des "interaktiven Mittrommelns" Tantiemen kassiert hat, ist nicht bekannt .
Unfreiwillig komisch mutet auch der Trailer der Veranstalter an, besonders die Dame, die offenbar Hillary Clinton darstellen soll:
Die "Weltpremiere" findet am 17. Januar in der Jahrhunderthalle Frankfurt statt, gesponsert von der Frankfurter Rundschau und Radio BOB. Es sollen mindetens 6 unterschiedliche Musikstile, von Klassik bis Hip-Hop, eingesetzt werden. Tickets soll es "bereits ab 42,- Euro" geben. Geschickte Zeitgenossen nutzen das im Flyer angebotene "Special": "10 % Rabatt bei Nennung des Kennworts "ATEMBERAUBEND" bei der Ticketbestellung".
Dann kann der Tanz um das goldene Kalb ja beginnen.
Barack Obama hat, nach sehr, sehr langem Überlegen, seine neue Afghanistan-Strategie bekanntgegeben. In einer guten, sehr präsidialen Rede in West Point kündigte er an, 30,000 weitere Soldaten nach Afghanistan zu schicken, um den Krieg endlich zu gewinnen und zu einem für den Westen zufriedenstellenden Ende zu führen. Barack Obama spricht, anders als sein Amtsvorgänger Bush, nicht vom leuchtenden Vorbild, dass eine funktionierende Demokratie in Afghanistan sein könnte, sondern fast ausschließlich von den Sicherheitsinteressen des Westens.
Die Entsendung weiterer Truppen war die einzig richtige Entscheidung. Der Terrorismus muss dort bekämpft werden, wo er sich organisiert. Barack Obama hat Recht, dass dies kein Krieg Amerikas, sondern ein Krieg der ganzen Welt ist. Hoffentlich nehmen Amerikas Verbündete ihre Verantwortung war, und unterstützen die USA ebenfalls mit mehr Truppen. Auch Deutschland.
2011 sollen die US-Truppen laut Plan mit ihrem Rückzug beginnen. Einerseits war es nötig, mit dieser Ankündigung die afghanische Regierung zu mehr Initiative anzuspornen. Andererseits besteht die Gefahr, dass Taliban und Al Kaida nun einfach 18 Monate warten, um sich dann neu zu formieren.
Die Ankündigung eines Truppenabzugs war aber auch ein Signal Obamas an die Wähler an der Heimatfront: denn dort sieht es für den Präsidenten alles andere als gut aus. Die moderaten Wähler der Mitte sind genervt, dass schon wieder ein Polarisierer im Amt ist, der eben kein "Uniter" ist, wie er es im Wahlkampf versprochen hat - auch wenn er es ab und an ehrlich versucht. Und Obamas Basis bröckelt schon seit Monaten. Auch wenn Michael Moore nur einen sehr kleinen Teil Amerikas repräsentiert: sein offener Brief an Obama findet unter vielen Demokraten Zustimmung.
Zum Tod der Künstlerin Jeanne-Claude hier noch einmal Auszüge aus einem Referat, dass ich zu Schulzeiten über ihr Leben und ihr Werk gehalten habe.
Schon von ihrem ersten Lebenstag an sind Christo (eigentlich: Christo Vladimirov Javacheff) und Jeanne Claude (Denat) miteinander verbunden, da sie beide am 13. Juni 1935 geboren wurden; Christo im bulgarischen Gabrowo, Jeanne-Claude im marokkanischen Casablanca. Christo wächst in einem stabilen Elternhaus auf: seine Mutter Tsweta Dimitrowa, eine Sekretärin, heiratete 1930 Wladimir Jawaschew, der als Wissenschaftler arbeitete. Sie bekamen drei Kinder.
Die Verhältnisse in der Familie von Jeanne-Claude sind wesentlich komplizierter. Sie wächst bei ihrem Vater, dem Major Leon Denat auf, da seine Ehe mit ihrer erst 17 Jahre alten Mutter Precilda vor dem Gesetz nichtig ist und diese nach der schnellen Trennung von Leon drei weitere Male heiratet. Jeanne-Claudewächst bei ihrem Vater auf, der sie schlecht behandelt. Ab 1945 lebt sie wieder bei ihrer Mutter, die sie psychisch und physisch wieder aufbaute. Auch die Umstände des zweiten Weltkrieges waren es, die es Jeanne-Claudes Familie nicht leicht machten, und auch Christo blieb von diesen nicht unberührt. Der Junge, dessen außergewöhnliches Talent zum Zeichnen schon im Alter von 6 Jahren bemerkt wurde, schaffte es, mit 18 Jahren an der Akademie der schönen Künste aufgenommen zu werden, wo er besonders gerne Stücke von Shakespeare inszenierte, da er auch für das Theater eine große Begeisterung verspürte. Doch die kommunistische Partei, die einen sozialistischen Lehrplan vorschrieb, schränkte ihn in seiner künstlerischen Freiheit deutlich ein.
Deshalb entschließt sich Christo im Jahr 1957 eine Flucht zu wagen. Er findet Unterschlupf bei Freunden in Wien, nach einem Semester an der dortigen Akademie der schönen Künste verschlägt es ihn kurz nach Genf, bis er schließlich nach Paris geht.
Seit 1957 lebt auch Jeanne-Claude wieder in Paris, nachdem sie zuvor wegen den beruflichen Verpflichtungen von General Jacques de Guillebon, dem vierten bzw. fünften Ehemann von Precilda, 6 Jahre in Tunesien verbrachten. Die Familie ist sehr wohlhabend, doch trotz eines hervorragenden Schulabschlusses und großem Erfolg bei den Männern erkennt die 22-Jährige keinen tieferen Sinn im Leben. Christo hingegen lebt in ärmlichen Verhältnissen und verdient nur wenig Geld mit Porträtmalerei, kommt aber plötzlich auf die Idee, Objekte, zuerst Farbdosen, zu verhüllen. Ein paar davon werden tatsächlich gekauft.
Im Oktober 1958 nun treffen Christo und Jeanne-Claude endlich aufeinander. Christo wird beauftragt, die Precilda de Guillebon zu porträtieren, die von seiner Arbeit so angetan ist, dass sie ihm weitere Aufträge erteilt. Während Christo auch an seinen „Verpackungen“ weiterarbeitet erhält er Französischunterricht von Jeanne-Claude, der er im Gegenzug die Kunstgeschichte näher bringt. Allerdings kommen sich die beiden nicht näher, da Christo sich in Jeanne-Claudes Halbschwester Joyce verliebt hat und Jeanne-Claude ihrerseits bereits verlobt ist. Etwa einen Monat, bevor diese Hochzeit mit Philippe Planchon stattfinden soll, trennen sich Joyce und Christo voneinander. Christo verliebt sich nun in Jeanne-Claude, die ebenfalls starke Gefühle für ihn entwickelt. Nichtsdestotrotz findet die Hochzeit statt; wird jedoch kurz nach den Flitterwochen bereits wieder geschieden. Jeanne-Claude erwartete bereits vor der Hochzeit ein Kind von Christo, hielt diese Schwangerschaft auch nach der Trennung noch geheim.
Während die Liebesbeziehung zwischen Jeanne-Claude und Christo nur im Geheimen stattfindet, arbeitet der Künstler weiter an seinen Verpackungs- und Verhüllungswerken, die immer mehr Beachtung finden.
Als am 11. Mai 1960 schließlich der gemeinsame Sohn Cyril geboren wird lässt sich die Beziehung nicht mehr verheimlichen. Jeanne-Claudes Eltern reagieren ablehnend, da Christo kein „Standesgemäßer“ Partner für ihre Tochter sei. Sie verweigern dem jungen Paar jegliche Finanzielle Unterstützung, weswegen sie in ziemlich ärmlichen Verhältnissen leben müssen, eine gänzlich neue Erfahrung für Jeanne-Claude, nicht jedoch für ihren Partner.
Mit dem Jahr 1962 kommt nicht nur die Aussöhnung mit Jeanne-Claudes Eltern, sondern es beginnen die ersten großen Kunstprojekte des Künstlerpaars. Am 27. Juni besagten Jahres stapelte das Paar ohne behördliche Genehmigung Ölfässer auf der Rue Visconti, einer Seitenstrasse unweit der Seine. Trotz großer Empörung bei Anwohnern und Verkehrsteilnehmer, die die Strasse nun nicht mehr passieren konnten, gelang es Jeanne-Claude die Polizisten zu überreden, die Fässer wenigstens für ein paar Stunden stehen zu lassen. Der Name dieses ersten größeren Projektes: „Rideau de Fer“.
Die Aktion steigert die Bekanntheit der beiden erheblich, und Christo kann schon mehr von seinen „Verpackungen“ verkaufen. Kurz darauf hat er seine erste Einzelausstellung. Am 28. November 1962 kommt die verspätete Hochzeit von Christo und Jeanne-Claude. Die beiden Sparen Geld für eine Reise nach New York, dem neuen Zentrum der Kunst, wo sie im Februar 1964 auch ankommen. Sie sind von der Stadt und den Menschen so beeindruckt, dass sie noch Ende des selben Jahres ihren Wohnsitz komplett in die Metropole am Hudson River verlegen.
Trotz vieler Probleme wie Schwierigkeiten mit der Sprache und den Finanzen verkaufte Christo immer mehr verhüllte Modelle und konnte sogar in berühmten Galerien wie der „Castelli“ in New York und der „Schmela“ in Düsseldorf ausstellen, meist Zeichnungen. Schließlich kann das Paar alle Schulden bezahlen und weitere Projekte realisieren, es folgt in Zusammenarbeit mit freiwilligen Helfern, zumeist Studenten, ein 1200 Kubikmeter großes Paket.
Zu den optisch schönsten Projekten zählt bis heute der „Valley Curtain“, einem 400.000 Dollar teuren Vorhang, der zwischen zwei Hügeln der Rocky Mountains an einem 400 Meter langen Stahlseil aufgehängt wird. Die Verwirklichung dieser Idee erstreckt sich über zweiJahre von 1970 bis 1972. Ein starker Wind zerstört den Vorhang bei beiden Versuchen nach wenigen Stunden. Zu dieser Zeit erhält Christo eine Postkarte eines Architekten aus Berlin, der ihm Vorschlägt, den Reichstag zu verhüllen. (...)
1984 erhält auch Jeanne-Claude die US-Staatsbürgerschaft; im selben Jahr stirbt ihr Stiefvater Jacques de Guillebon. 1985 verhüllen Christo und Jeanne-Claude die „Pont Neuf“, die älteste Brücke in Paris. Mit Genehmigung des Bürgermeisters, Jacques Chirac, wird die Umhüllung mit 40.000 Quadratmetern sandfarbenem Gewebe vorgenommen und von einem Publikum von über drei Millionen Besuchern begeistert aufgenommen.
Seit 1986 sind ihre rot gefärbten Haare das Markenzeichen von Jeanne-Claude. Im Dezember 1990 wird nach jahrelanger Vorbereitung endlich das mit 26 Millionen Dollar Gesamtkosten bislang teuerste Projekt der Künstler umgesetzt. „Umbrellas“ – Regenschirme. Exakt 1.340 blaue Schirme und 1.760 gelbe Schirme von jeweils 6 Metern Höhe wurden in Ibraki (Japan) und Kalifornien von fast 2000 Helfern aufgestellt. Es ist das erste Projekt, dass nicht nur finanzielle Opfer forderte: bei einem Windstoß wurde eine Passantin von einem umfallenden Schirm erschlagen, einer der Helfer erhielt bei den Aufbauarbeiten einen tödlichen Stromschlag.
1995 kommt endlich die berühmte Verhüllung des Reichstags zu Stande. In Deutschland gab es in den Jahren zuvor heftige Diskussionen über das Projekt. Nur mit der Unterstützung der damaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth und mühevoller Überzeugungsarbeit per Brief bei jedem einzelnen der 662 Bundestagsabgeordneten gelingt es Jeanne-Claude und ihrem Mann Christo, die Idee durchzusetzen. Per Abstimmung im Bundestag wurde am 25. Februar 1995 das OK zur Verhüllung gegeben, die dann am 17. Juni begann und 8 Tage in Anspruch nahm. Neben den freiwilligen Helfern, auf die Christo schon immer zählte, wurden auch 90 professionelle Kletterer engagiert, die die 100.000 Quadratmeter Polypropylengewebe montierten. Als die Tücher am 24. Juni wieder entfernt wurden, hatten fünf Millionen Touristen das Werk bewundert.
Die jüngste Installation von Christo und Jeanne-Claude ging vom 12. bis zum 28. Februar 2005. Unter dem Namen „The Gates“ ließen die beiden 7.503 je fünf Meter hohe Tore aus safranfarbenem Gewebe auf 37 Kilometern Spazierwegen im New Yorker Central Park aufstellen. Die Kosten von etwa 21 Millionen Dollar brachte das Paar durch den Verkauf von Zeichnungen, Modellen und anderen Souvenirs aus ihrem persönlichen Bestand auf. Es war Christo wichtig, finanziell absolut unangebunden zu sein, da er nur so seine künstlerische Freiheit voll ausleben kann. Daher verzichtet das Paar bis heute auf alle Angebote von Sponsoren. Auch die Stadt New York, deren Bürgermeister Michael Bloomberg das Projekt absegnete, musste keinerlei Kosten übernehmen, obwohl sie von den steigenden Einnahmen durch die vielen Touristen profitierte.
Christo und Jeanne-Claude planen schon ihr nächstes Projekt: es trägt den Titel „Over The River“. Horizontal über dem Arkansas River im US-Bundesstaat Colorado werden Stoffbahnen an Stahlseilen aufgehängt. Fast 11 Kilometer des Flusses sollen so aus der Vogelperspektive verschwinden.
Cyril, der Sohn der beiden, ist heute unter anderem als Lyriker tätig. Seine Eltern bleiben mit Leib und Seele New Yorker. Jeanne-Claudes Ideen für Außenprojekte werden von Christo, der zudem allein an einigen kleineren Innen-Projekten arbeitet, zeichnerisch geplant. Auch Über dem Fluss dürfte nicht der letzte interessante Einfall der beiden gewesen sein.
Die Formatierungsfehler bei den Schriftarten bitte ich zu entschuldigen.
Man muss auch mal über sich selbst lachen können, ebenso über Menschen, Firmen und Produkte, die man mag. Daher soll das Wochenende an dieser Stelle mit zwei lustigen Fox-News-Parodien eingeläutet werden. "Saturday Night Live" machte sich vergangene Woche über die Wahlberichterstattung auf FNC lustig, und die Parodien sind wirklich gelungen, allen voran Shepard Smith:
Fast noch genialer: Eric Cartman ist Glenn Beck in der letzten Episode von "South Park"! Brüller! Schönes Wochenende!
Der Vollständigkeit halber will ich auch dieses Thema kurz erwähnen: in der Nacht zum Mittwoch deutscher Zeit wurde der "Sniper von Washington" hingerichtet. Es war eines der spektakulärsten Verbrechen der jüngeren US-Kriminlgeschichte, als die beiden Täter im Oktober 2002 aus einem umgebauten Auto heraus 10 Menschen im Großraum Washington D.C. töteten und 6 verwundeten. Sie schossen scheinbar wahllos auf Menschen an Tankstellen, auf Parkplätzen oder in Parks. Der Spiegel schreibt befremdet, aber interessant, über den Medienzirkus rund um die Exekution.
CMB online ist selbstverständlich "fair and balanced", und daher folgt auf einen Obama-kritischen Eintrag umgehend ein großes Lob für den Präsidenten. Das verdient Barack Obama für seine wirklich fulminante Redebei der Trauerfeier für die getöteten Soldaten in Fort Hood. Zu dieser Rede kann ich wirklich einfach nur sagen: Wow!
Hier die besten Passagen:
But here is what you must also know: Your loved ones endure through the life of our nation. Their memory will be honored in the places they lived and by the people they touched. Their life's work is our security, and the freedom that we all too often take for granted. Every evening that the sun sets on a tranquil town; every dawn that a flag is unfurled; every moment that an American enjoys life, liberty and the pursuit of happiness -- that is their legacy. (...)
It may be hard to comprehend the twisted logic that led to this tragedy. But this much we do know -- no faith justifies these murderous and craven acts; no just and loving God looks upon them with favor. For what he has done, we know that the killer will be met with justice -- in this world, and the next.
These are trying times for our country. In Afghanistan and Pakistan, the same extremists who killed nearly 3,000 Americans continue to endanger America, our allies, and innocent Afghans and Pakistanis. In Iraq, we're working to bring a war to a successful end, as there are still those who would deny the Iraqi people the future that Americans and Iraqis have sacrificed so much for.
Obama hat mit seiner Rede genau den richtigen Ton getroffen. Respekt dafür!
Eine gute Nachricht aus Washington: Obamas Kommunikationschefin Anita Dunn wird zum Ende des Monats zurücktreten. Nach Van Jones ist sie das zweite Mitglied der Obama-Administration, das auf Grund linksextremistischer Äußerungen nicht mehr tragbar für den Präsidenten war. Ohne die Recherche konservativer Medien wie Fox News wäre es wahrscheinlich nicht dazu gekommen. Anita Dunn hatte in einer Rede vor Studenten den millionenfachen Massenmörder Mao Tse-Tung als Vorbild gelobt. Zuletzt zettelte sie einen bizarren Streit mit dem Fernsehsender Fox News an, der linke wie rechte Medien gleichsam irritierte und die Einschaltquoten von Fox News deutlich verbesserte.
Während linke Medien wie MSNBC für Obama jubeln, und "moderate" Sender wie CNN relativ unkritisch über dessen Regierung berichten, berichtet "Fox News" ziemlich kritisch über Obama und seine Politik. Galt es unter Bush noch als patriotische Pflicht, regierungskritisch zu sein, werden Regierungskritiker heute als Nörgler und Nein-Sager abgestempelt, die ein Hindernis für Obamas Vision von Frieden, Freude und Glückseligkeit darstellen. Berechtigte Kritik an einzelnen politischen Vorhaben will das Weisse Haus nicht hören. Schade, denn Obama hatte doch versprochen, ein Präsident für alle Amerikaner zu sein, der das Land vereint. Statt dessen werden Zweifler als Rassisten verleumdet und die Administration legt sich Feindeslisten zu wie einst Richard Nixon. Nochmals: schade!
Herzlich willkommen auf CMB Online. In diesem Blog findet ihr Kommentare, Berichte, Alltagsbeobachtungen, Links... eben alles, was ich publik machen möchte. Viel Spass.
"I didn't get into politics because I thought government had a better answer. I got
into politics because I knew government didn't have the real answers, that the real
answers lie in accepting Jesus Christ into our lives."
Mike Huckabee