Saturday, November 25, 2006
Kabelsalat
Thursday, November 16, 2006
Unfaire Medien
Ein kleiner Rückblick: In Deutschland hat sich die Idee, dass die Republikaner um George W. Bush einen erheblichen Einfluss auf die Massenmedien ausüben, durchgesetzt. Das Gerücht, dass die Bush-Dynastie nicht nur Fox News, sondern auch alle anderen TV-Anstalten unterwandert, hat sich in den Köpfen festgesetzt – schließlich verdanke Bush seine Wiederwahl 2004 seiner massiven Medienmanipulation.
Die Wahrheit sieht natürlich mal wieder ganz anders aus: die amerikanischen Medien sind zwar voreingenommen, jedoch nicht zu Gunsten der Republikaner, sondern ihrer Demokratischen Widersacher. Dazu ein paar Zahlen und Fakten:
34 Prozent der amerikanischen Journalisten zählen sich zu den „Liberals“ (hier: den Linken), während nur 7 Prozent angeben, „Conservatives“ zu sein und die Republikaner zu favorisieren. (Pew Research Institute, 2004)
Das Center for Media and Public Affairs der George-Mason-Universität hat in einer Studie ermittelt, dass die entscheidenden Massenmedien in den letzten zwei Monaten vor den Präsidentschaftswahlen am 2. November 2004 zu 64 Prozent negativ über die Kampagne von George W. Bush berichteten und zu 58 Prozent positiv über die seines Kontrahenten John Kerry.
Von den größten amerikanischen Zeitungen sprachen 125 eine offizielle Wahlempfehlung für John Kerry aus, darunter u.a. die New York Times und der Miami Herald. Nur 96 Zeitungen sprachen sich für Bush aus.
All das sind alte Kamellen, die an dieser Stelle nicht noch länger ausgeführt werden, wie auch Robert Greenwald’s Film „Outfoxed“, eine Pseudo-Dokumentation, in der Anhänger der Demokraten beweisen wollten, wie rechts es bei Amerikas erfolgreichstem Nachrichtensender, Rupert Murdoch’s Fox News, zugeht. Der Film war so schlecht, dass sogar der „Spiegel“ urteilte: „Wenn es von rechts gegen CNN ginge, würde man spätestens jetzt an diesem Punkt wohl von einer Einschüchterungskampagne sprechen“ (Der Spiegel, Nr.33, 09.98.04., S.81).
Das Thema ist aus einem besonderen Grund wieder aktuell geworden, beginnen wir zur Einführung mit einem Zitat der Publizistin Ann Coulter:
„The essence of being a liberal: The absolute conviction that there is one set of rules for you, and another, completely different set of rules for everyone else. “
Der Punkt ist der, dass das Messen mit zweierlei Maß bei den Linken Dimensionen angenommen hat, die vom Irrationalen ins Hirnrissige aufgestiegen sind. Als Beispiel sollen uns hier die Moderatoren Bill O’Reilly und Keith Olbermann dienen.
Ersterer ist Starmoderator von Fox News, wo sein Nachrichtenmagazin täglich um 20 Uhr Ostküstenzeit mehr Zuschauer anlockt als irgendeine Nachrichtensendung im Kabelfernsehen jemals zuvor. Bill O’Reilly macht in seinen Kommentaren und Interviews aus seinen konservativen Ansichten keinen Hehl und ergreift oft Partei für den amtierenden Präsidenten.
Entsprechend groß ist die Aufregung um O’Reilly. Besonders in Deutschland ist man entsetzt über die „unfaire“, „parteiische“, „polemische“ und „propagandistische“ Art der Berichterstattung.
Keith Olbermann arbeitet für den drittgrößten Nachrichtensender, MSNBC. Auch seine Sendung läuft täglich, auch um 20 Uhr. Er war auch Moderator der Wahlnacht 2006 bei NBC und MSNBC. Olbermann macht ebenfalls aus seinen politischen Ansichten keinen Hehl. Ohne irgendeine Aufregung über „unfaire“ Berichterstattung auszulösen, hält Olbermann wiederholt in seinen Sendungen 10-Minütige Hetzreden, in denen er unter anderem erklärt: „Die Politik dieser Administration kann und ebenso schaden wie Al Kaida“. George W. Bush sei kein „wahrer Amerikaner“, ein Stück von Amerika sterbe durch die inkompetente Regierung.
Der Moderator hält aufgeregt eine Ansprache, um seine Zuschauer von der Schlechtigkeit der Regierung zu überzeugen. Linke „sehnten“ sich nach eigenen Angaben nach neutralem, objektivem Journalismus, und was herauskommt, ist Propaganda. Plötzlich ist das Ziel nicht mehr der hohe Standard der journalistischen Objektivität, sondern der Wunsch nach einem Schreihals, der die eigene Meinung kundtut.
Auf die Frage, warum diese Art des Meinungsjournalismus gut sei und die andere nicht, antwortete ein Bush-Gegner mir im persönlichen Gespräch, man müsse die Leute informieren und wachrütteln, ihnen erklären, wie schlecht dieser Präsident sei.
Mit anderen Worten: unfairer, voreingenommener Journalismus darf als gut und erstrebenswert erachtet werden, so lange er zu Ungunsten von George W. Bush arbeitet. Was sind Bush-Hasser nur für Leute??
Monday, November 13, 2006
Mehr Toleranz, bitte!
Thursday, November 09, 2006
Bye Bye, Rummy... und anderes zu den Wahlen
Diejenigen, die im Zusammenhang mit dem Abschied Donald Rumsfelds von einem "Bauernopfer" sprechen, liegen meilenweit daneben - denn Rummy war für Bush einer der engsten Vertrauten.
Zum Ende der Amtszeit des schlagfertigen Republikaners gibt es bei der Achse des Guten noch einmal die lustigsten Zitate aus seinen berühmten Pressekonferenzen. Unter anderem diesen Klassiker:
Colorado yes 65, no 44
Idaho yes 63, no 37
South Carolina yes 78, no 22
South Dakota yes 52, no 48
Tennessee yes 80, no 20
Virginia yes 57, no 43
Wisconsin yes 59, no 41
Friday, October 27, 2006
Buh!
Wednesday, September 27, 2006
"Ich habs versucht und hab versagt!" - Bill Clinton bei Fox News
Hilly Clintons Gatte musste sich unangenehme Fragen über seine misslungene Jagd auf Osama Bil Laden gefallen lassen. Bin Ladens erste große Anschläge auf amerikanische Ziele fanden während der Präsidentschaft von Clinton statt (unter anderem die Bombenattentate auf US-Botschaften in Afrika, 224 Tote). Seine Argumente endeten schließlich, nachdem er Moderator Chris Wallace mehrfach angegriffen hatte, in diesem Satz: "Ich habe es versucht [Bin Laden zu töten], aber ich habe versagt".
Auf die ständigen Nachfragen zu diesem Thema reagierte Clinton bei Fox News (und in anderen Medien) deshalb so aggressiv, weil er während seiner Zeit als US-Präsident ein Auslieferungsabgbot des Sudan betreffend Bin Laden abgelehnt hat. Damalige Weggefährten berichten heute, auch seine Affäre mit Monica Lewinsky hätte ihn von entscheidenden sicherheitspolitischen Schritten abgelenkt.
Kein Wunder, dass die Demokraten das nicht gerne hören.
Monday, September 11, 2006
5 Jahre danach
Auch 5 Jahre nach dem Angriff auf die USA und die gesamte westliche Welt gibt es keine Worte, die das Geschehene angemessen beschreiben können. In den letzten Jahren habe ich daher an dieser Stelle Zitate oder Songtexte veröffentlicht. Heute möchte ich auf die Websites von CNN und Fox News hinweisen, die per Live-Stream ihre komplette Original-Berichterstattung vom 11. September 2001 anbieten. Ein packendes und bewegendes Stück Zeitgeschichte.
Thursday, July 13, 2006
Welcome, Mr. President!
Wednesday, July 12, 2006
Klinsi hat gesprochen
Tuesday, July 11, 2006
Mitleid mit Zidane!?
Der Nachrichtensender N24 forderte seine Zuschauer am Montag (10.7.) dazu auf, ihre Meinung zum Übergriff von ZZ auf Materazzi zu mailen. Bei den im Fernsehen vorgetragenen eMails traut man Augen und Ohren nicht.
So schreiben zum Beispiel folgende Mitbürger:
Elke Lauxen:
Die Rechnung der Italiener ging mal wieder auf, man beseitige wichtige Spieler, dann hat man eine Chance. Ich glaube, dass Zidane gezielt provoziert wurde. Für mich haben die Italiener mit Berechnung gewonnen, nicht mit konstanter Spielleistung.
Derya Basakci:
Zidane wird sicher einen guten Grund gehabt haben, sonst hätte er diese Aktion nicht gemacht. Die Frage aller Fragen ist, was der Italiener ihm zugerufen hat? Das müsste man wissen, bevor man Zidane verurteilt.
Hans-Reiner Hummel:
Zugegeben, Zidane`s Verhalten war grob unsportlich. Was aber diese Reaktion von Italienischer Seite ausgelöst hatte, ist noch zu klären! Es erinnert mich stark an die Intrige gegen unseren Frings. Italien hat mit unfairen und ebenso unsportlichen Methoden den jeweiligen Gegner geschwächt. Zidane ist weniger Täter, sondern eher Opfer.
Holger Volk:
Die Franzosen dominierten in der 2. Halbzeit die Italiener, den Italienern war klar, dass sie Gefahr liefen, das Spiel zu verlieren. Es musste folglich Unruhe in die Reihen der Franzosen gebracht werden. Also provoziert man einen der besten französischen Spieler und voila – hat man den Cup.
In allen diesen Kommentaren ist nicht ZZ der Aktive, sondern es sind „die Italiener“, deren „Rechnung aufgegangen“ ist. Der brutale Täter ist das Opfer. So sehen es die Deutschen, trotz eindeutiger und mehr als deutlich bewiesener Sachlage, mal wieder. Liegt dieser dumme Zorn daran, dass die deutsche Elf durch Italien den Einzug ins Finale knapp verpasst hat? Kann man so mies und unsportlich sein, deswegen im Nachhinein gegen Italien zu sein?
Der Täter ist das Opfer. In Deutschland nichts Neues. Kindermörder sind weniger Täter als vielmehr das Opfer von folternden Polizisten, palästinensische Terroristen sind nicht Täter, aber Opfer des Zionismus. Im World Trade Center verbrannte Amerikaner sind hingegen keine Opfer – sie haben schließlich als Täter brutal die 3. Welt unterdrückt.
Dem italienischen Nationalspieler Marco Materazzi ist im Finale der Fussball-WM quasi das passiert, was die Amerikaner am 11. September erleben mussten: vor einem Milliardenpublikum niedergestreckt, aber am Tag danach nicht als Opfer bedauert, sondern als intriganter Täter verhöhnt.
Kaum sind die schönen WM-Wochen vorbei, scheint in Deutschland wieder alles beim alten zu sein.
Monday, July 10, 2006
Da lag ich falsch
Ich hatte unrecht: entgegen meiner Einschätzung hat sich Jürgen Klinsmann als ein wirklich guter Bundestrainer erwiesen.
Ich hatte unrecht: Jens Lehmann war die richtige Wahl für unser Tor, trotzdem ist und bleibt Olli Kahn der Größte!
Ich hatte unrecht: die WM war nicht zu teuer. Stadien und Bahnhöfe - wie die Expo 2000 hätte es ein Reinfall mit Milliardenverlust werden können. Doch allein die Symphatien, die Deutschland in aller Welt gewonnen hat, machen den Aufwand wieder wett.
Und schließlich hatte ich nochmal unrecht: mehr als 10 Leute haben sich eine Deutschlandfahne fürs Autofenster gekauft. Zum Viertelfinale war ich dann auch dabei.
