Sunday, January 07, 2007

Die neue Staffel "24"

Seit vergangenem Mittwoch ist die 5. Staffel der erfolgreichen Thriller-Serie „24“ in Deutschland auf Sendung. RTL II sendet jeden Mittwoch drei Folgen, was der Serie sehr zu Gute kommt: man kann sie aufzeichnen und am Wochenende ohne Werbung einen „24“-Abend in Spielfilmlänge geniessen.

Die ersten drei Folgen mit Geheimagent Jack Bauer blieben ein wenig hinter den Erwartungen zurück, obwohl das Spannungsniveau schnell steigt.

Zu kritisieren ist, wie bereits bei der vergangenen Staffel, die misslungene Darstellung der Führungsspitze im Weissen Haus. Der Präsident ist eine Flasche und wird fast schon überzeichnet, ebenso die debile First Lady. Die US-Führung in Zeiten, die real wie fiktional so schwer sind derart darzustellen, ist indiskutabel und unnötig. Gott sei Dank sieht die Wirklichkeit hier anders aus.

Jack Bauer ist wie immer topfit und hart im nehmen; Chloe ist immer noch die totale Dumpfbacke. Michelle Dessler (die einzige Frau ausser Jennifer Aniston, zu der die nervige Synchronstimme von Ulrike Stürzbecher passt) ist leider tot – Autobombe um 7 Uhr 15.

Die Terroristen sind diesmal keine Muslime, sondern osteuropäischen Ursprungs (tippe auf eine Art Tschetschenen), die skrupellos Geiseln ermorden, um ein bilaterales Anti-Terror-Abkommen zwischen den USA und Russland zu verhindern. Der Drahtzieher im Hintergrund bleibt vorerst im Dunkeln. Dass ausgerechnet der Anführer der Terrorzelle am Flughafen die ohnehin viel zu oft verwendete deutsche Stimme des sympathischen IPS-Fahrers Deacon Palmer erhalten hat, ist ein ziemlicher Schlamassel – überhaupt hat die Synchronqualität nachgelassen.

Insgesamt kann man aber zufrieden sein – in den USA startet in Kürze schon die 6. Staffel.

Thursday, January 04, 2007

Liebet eure Feinde...

...und betet für die, die euch verfolgen. Welcher Glaube der wirkliche Glaube an Frieden und Nächstenliebe ist, wurde dieser Tage bei der christlichen Konferenz "onething" deutlich. Die Großveranstaltung in Kansas City (US-Bundesstaat Missouri) wurde vom 28. bis 31. Dezember rund um die Welt im Fernsehen übertragen. Als sich im Irak die baldige Hinrichtung Saddam Husseins abzeichnete, wurde im Bühnenprogramm innegehalten und zum Gebet aufgerufen. Hunderte Jugendliche beteten teils auf Knien, teils unter Tränen für die Errettung des Massenmörders Saddam Hussein. In den letzten Stunden seines Lebens sollte er noch von der rettenden Botschaft Jesu Christi erfahren und umkehren. Gottes Gnade ist größer als jede menschliche Schuld.
...
Nach Augenzeugenberichten waren dies Saddam Husseins letzte Worte: "Es gibt keinen Gott ausser Allah und Mohammed ist sein Prophet".

Saturday, December 30, 2006

Frohes Neues Jahr!

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Das Jahr 2006 verabschiedet sich mit einem Paukenschlag: der zehntausendfache Menschenschlächter Saddam Hussein wurde in den frühen Morgenstunden hingerichtet; im ganzen Irak brach Jubel aus. Hoffen wir, dass das gebeutelte Land 2007 noch größere Fortschritte macht.

Allen Lesern wünsche ich ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2007! Ich hoffe, ihr bleibt diesem Blog gewogen und schaut gelegentlich vorbei. Die ein oder andere Idee für einen interessanten Beitrag habe ich bereits im Hinterkopf. Und jetzt: lasst es krachen!

Tuesday, December 19, 2006

Weihnachten an der Front

Jedes Jahr um die Weihnachtszeit häufen sich die Berichte über die Sorgen und Ängste, die Angehörige von US-Soldaten um ihre Lieben ausstehen müssen. In Amerika sieht man häufig Aufkleber und Magnete mit dem berühmten "Support Our Troops"-Schriftzug. So groß das Opfer für die Soldaten auch ist, ihre Familien erdulden ebenso harte Zeiten. Kinder, die ihren Vater vermissen, Frauen, die sich um ihren Mann sorgen. Zehntausende Schicksale.

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Verständlich, dass sich Friedensaktivisten des berühmten "Support Our Troops"-Slogans bedienen und ein "-bring them home!" hinten anfügen. In der Tat ist dies ein Wunsch, den viele Teilen; aber es ist ein Wunsch, den die Regierung, so sehr sie auch will, nicht erfüllen kann. Gegner des Irak-Krieges haben den USA immer wieder vorgeworfen, diesen aus egoistischen Gründen zu führen. Eben jene Kriegsgegner sind es jetzt, die aus amerikanisch-egoistischen, aber auch verzweifelten Motiven ihre Truppen nach Hause holen möchten. Wie gesagt, der Wunsch ist verständlich - nichts würde man den Militärs und ihren Angehörigen mehr gönnen, als ein freudiges Wiedersehen an Weihnachten. Leider müssen die Soldaten im Irak bleiben. Es gibt keine Alternative. Amerika hat mit der Entscheidung, in den Irak einzumarschieren, ein großes Stück Verantwortung übernommen, dem es sich jetzt stellen muss. Terroristen, Mörder, warten nur darauf, über die Menschen im Irak herzufallen - jene Menschen, die gerade ihre Freiheit gewonnen haben, die sich noch nicht schützen können. Fast 3000 amerikanische Soldaten wären umsonst gestorben, wenn diese Menschen nicht weiterhin beschützt werden, wenn man diesen Menschen nicht eine bessere Zukunft schaffen würde. Die Selbstlosigkeit, mit der die Army-Familien auch dieses Weihnachtsfest für die Menschen im Irak opfern, verdient unseren Respekt und unseren Dank.

Thursday, December 14, 2006

An alle Anrufer

Liebe Freunde und Verwandte! Seit ca. 7 Jahren telefoniere ich nun mit einem Handy, und ein stetes Ärgernis war die Mailbox. Das Abhören der Mailbox kostet 1. Zeit, 2. Geld und 3. Strom. Aber nie, nie, nie in diesen 7 Jahren war auf der Mailbox etwas anderes zu hören als "Hallo, Ruf mich mal zurück". Besonders lieb sind mir jene Mitmenschen, die für eben diese Botschaft 3 Minuten brauchen.
Wie auch immer, ich habe endlich rausgefunden, wie man die Mailbox deaktivieren kann. Das habe ich getan, und wer mich nun anruft, hat entweder das Glück, mich zu sprechen, weil ich ohne den Zwangsanrufbeantworter viel länger Zeit habe, ans Telefon zu gehen, oder derjenige kann mir eine SMS schicken lassen, in der um Rückruf gebeten wird - ohne dass mich das Zeit, Geld und Strom kostet. Vielen Dank für das Verständnis!

Sunday, December 03, 2006

Ist das noch James Bond?

Es ist wahrlich nicht leicht, sich ein Urteil über diesen 21. Bond-Film zu bilden angesichts des Gefühls der Ratlosigkeit, das er beim Zuschauer hinterlässt. Nie haben sich die Produzenten so eng an die Romanvorlage gehalten; doch stellt sich die Frage: war das wirklich James Bond?

Als im Jahr 1969 erstmals ein anderer als der legendäre Sean Connery die Rolle des James Bond übernehmen musste, taten die Produzenten alles, um den Fans den Umstieg so leicht wie möglich zu machen, beispielsweise wurden im Vorspann kurze Ausschnitte aus den vergangenen 007-Abenteuern gezeigt. Die Botschaft war deutlich: Keine Panik, es ist immer noch euer Bond!

Daniel Craig nun ist der 6. James Bond. Seine Wahl war mehr als umstritten, doch nach Pierce Brosnan war es sowieso schwer, einen würdigen Ersatz zu finden. Craig wurde schon lange vor Drehbeginn heftig kritisiert und viele Fans der Serie hielten ihn, wie damals George Lazenby, für eine schlechte Wahl. Im Jahre 2006 jedoch kümmert es die Produzenten scheinbar weniger, wie ihr Publikum die Umstellung auf einen neuen Bond verkraftet, denn es wird nichts unternommen, um diese zu erleichtern. Im Gegenteil: Bond-Kenner und –Traditionalisten werden durch zahlreiche Details und Fehler zusätzlich verstört. Schmerzlich vermisst werden Miss Moneypenny und Q.

Die Eröffnungssequenz, diesmal in schwarz-weiss, ist ungewöhnlich kurz und mündet in einen seltsam fremden Vorspann, in dem erstmals die schönen Frauen fehlen – ein Mangel, der sich auch im weiteren Verlauf des Films nicht ändern wird. Das Titellied von Audioslave-Sänger Chris Cornell ist gewöhnungsbedürftig, was aber nicht schlecht sein muss. Für den Soundtrack zeigt sich zum vierten Mal in Folge der geniale David Arnold verantwortlich, welcher hier aber eindeutig seine schwächste Arbeit abgeliefert hat. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Schlussszene, in der das erste Mal Monty Normans berühmtes James-Bond-Thema erklingt. Ob dieser zugegeben ergreifende Effekt es aber Wert war, während des ganzen restlichen Films auf diese so typische Musik zu verzichten, sei dahingestellt.

Nach dem Vorspann hat „Casino Royale“ gleich einen actiongeladenen Höhepunkt: in einer atemlosen Sequenz, die leider viel zu schnell geschnitten ist, verfolgt Bond einen Bombenleger bis in die luftigen Höhen eines Krans. Die schlechte Kameraarbeit hier wird später bei den Casinoszenen wettgemacht, am Spieltisch erlebt der Zuschauer brillante Perspektiven. Überhaupt gehören diese ruhigen Szenen zu den spannendsten, leider dürften die zahlreichen Kinogänger, die vom Texas Hold’em-Poker nichts verstehen, dies anders beurteilen.

Ein anderes Thema des Films ist das product placement: eigentlich stört es nicht. Das Handy sieht man ein bisschen zu oft, das Auto hätte man gerne etwas länger gesehen. Schon jetzt Kult sind die Szenen in Gunther von Hagens „Körperwelten“-Ausstellung. Hier ist den Machern wirklich ein guter Einfall geglückt.

Hauptsache in diesem Film sind nicht die Terroristen. Überhaupt hat man das Gefühl, der Story fehle es an einem roten Faden. Kein Superschurke, der die Welt vernichten will. Die Hauptsache in diesem Film ist stattdessen Bond selbst und seine Liebe zur Schatzbeamtin Vesper Lyndt, deren barockes Äußeres sich ebenfalls wenig in die Tradition der üblichen Bond-Gespielinnen einfügen mag. Tatsächlich fällt zwischen den Beiden das Wort „Liebe“, und James will sogar seinen Beruf an den Nagel hängen, um sie heiraten zu können. Die Konversationen sprühen hier vor Wortwitz, wenn man als Fan jedoch anmerken will, dass der „echte“, oder eben nur der „gewohnte“, James Bond weder „Schlampe“ noch „blöde Kuh“ sagen würde. Bis zur DVD-Veröffentlichung wollen wir dieses Manko der eigentlich recht gelungenen Synchronisation zuschieben. Manches allerdings glaubt man schon gehört zu haben – so gleicht Vespers Philosophieren über die Arbeit als Agent verdächtig dem von Natalya Simonova in „GoldenEye“. Vespers Tod scheint Bond nicht sehr nahe zu gehen, noch viel weniger der brutale Mord an seiner Kurzzeit-Freundin mit Namen Solange. Dies scheint unglaubwürdig angesichts seiner emotionalen Reaktion auf den Tod seiner Feindin Elektra King in „Die Welt ist nicht genug“. Doch diese Geschichte ist zur Zeit von „Casino Royale“ ja noch gar nicht passiert, womit wir beim wichtigsten Punkt dieses Bond-Films angelangt wären.

„Casino Royale“ spielt in der Zeitrechnung des Bond-Universums noch vor „Dr. No“, also vor 1962. Dennoch spielt der Film gleichzeitig im 21. Jahrhundert (M: „Nach dem 11. September…“; „Herrgott, wie mir der Kalte Krieg fehlt“). Diese verstörenden Zeitunterschiede dominieren den Film und alles, was darin geschieht. Bond lernt Felix Leiter kennen, mit dem er schon in vielen Filmen zusammengearbeitet hat. Bond wird von der wunderbaren Judi Dench als M heruntergeputzt, obwohl die beiden über die Jahre fast schon Freunde wurden. Daniel Craig (dessen blonde Haare nicht, wie oft behauptet, stören) soll also der junge Bond sein – doch er sieht älter aus als einige seiner Vorgänger. Somit beantwortet „Casino Royale“ eine Frage: was wäre, wenn die ersten 20 Bond-Filme nie stattgefunden hätten, und ein junger Mann namens James Bond heute beim MI6 anfangen würde?

Leider ist dies eine Frage, die niemand gestellt hat.

Saturday, November 25, 2006

Kabelsalat

Jahrelange Beobachtungen zeigen: Lichterketten leben! Anfang Januar packt man seine Lichterketten schön ordentlich in Kartons. Wenn man sie Ende November wieder auspackt, ist im Karton nichts mehr so, wie es sein sollte. Irgendwann, vielleicht im April, vielleicht im Oktober, erwachen die Lichterketten zum Leben und verknäulen sich derart ineinander, dass es mehrere Stunden und Flüche braucht, um sie wieder zu sortieren. Vielleicht bringen sich die Glühbirnen auch gegenseitig um, denn es kommt vor, das man voll funktionsfähig verpackte Lichterketten nach 11 Monaten nur noch kaputt aus der Kiste holen kann. Jedenfalls braucht man starke Nerven, um sich von diesem kraftraubenden Chaos nicht die Weihnachtsstimmung vermiesen zu lassen. Schliesslich gibt es auch Probleme, die sich von selber lösen: heute mittag kaufte sich der Autor dieser Homepage eine bunte Lichterkette, die viel zu lang war. Beim Auspacken ist er dann auf eine Birne getreten, und von 160 Kerzen blieben neun dunkel. Diese neun Lampen lagen zwar 2 Meter von der zertretenen Birne entfernt, aber wer weiss schon, wie diese Technik funktioniert.
Allen Lesern jedenfalls eine schöne Adventszeit!

Thursday, November 16, 2006

Unfaire Medien

Es ist an der Zeit, mal wieder ein Thema aufzugreifen, über das ich schon häufiger berichtet habe, nämlich die amerikanischen Medien. Der Grund: viele Deutsche sind über die politische Berichterstattung der US-Medien erschreckend unter- und desinformiert.

Ein kleiner Rückblick: In Deutschland hat sich die Idee, dass die Republikaner um George W. Bush einen erheblichen Einfluss auf die Massenmedien ausüben, durchgesetzt. Das Gerücht, dass die Bush-Dynastie nicht nur Fox News, sondern auch alle anderen TV-Anstalten unterwandert, hat sich in den Köpfen festgesetzt – schließlich verdanke Bush seine Wiederwahl 2004 seiner massiven Medienmanipulation.

Die Wahrheit sieht natürlich mal wieder ganz anders aus: die amerikanischen Medien sind zwar voreingenommen, jedoch nicht zu Gunsten der Republikaner, sondern ihrer Demokratischen Widersacher. Dazu ein paar Zahlen und Fakten:

34 Prozent der amerikanischen Journalisten zählen sich zu den „Liberals“ (hier: den Linken), während nur 7 Prozent angeben, „Conservatives“ zu sein und die Republikaner zu favorisieren. (Pew Research Institute, 2004)

Das Center for Media and Public Affairs der George-Mason-Universität hat in einer Studie ermittelt, dass die entscheidenden Massenmedien in den letzten zwei Monaten vor den Präsidentschaftswahlen am 2. November 2004 zu 64 Prozent negativ über die Kampagne von George W. Bush berichteten und zu 58 Prozent positiv über die seines Kontrahenten John Kerry.

Von den größten amerikanischen Zeitungen sprachen 125 eine offizielle Wahlempfehlung für John Kerry aus, darunter u.a. die New York Times und der Miami Herald. Nur 96 Zeitungen sprachen sich für Bush aus.

All das sind alte Kamellen, die an dieser Stelle nicht noch länger ausgeführt werden, wie auch Robert Greenwald’s Film „Outfoxed“, eine Pseudo-Dokumentation, in der Anhänger der Demokraten beweisen wollten, wie rechts es bei Amerikas erfolgreichstem Nachrichtensender, Rupert Murdoch’s Fox News, zugeht. Der Film war so schlecht, dass sogar der „Spiegel“ urteilte: „Wenn es von rechts gegen CNN ginge, würde man spätestens jetzt an diesem Punkt wohl von einer Einschüchterungskampagne sprechen“ (Der Spiegel, Nr.33, 09.98.04., S.81).

Das Thema ist aus einem besonderen Grund wieder aktuell geworden, beginnen wir zur Einführung mit einem Zitat der Publizistin Ann Coulter:

„The essence of being a liberal: The absolute conviction that there is one set of rules for you, and another, completely different set of rules for everyone else. “

Der Punkt ist der, dass das Messen mit zweierlei Maß bei den Linken Dimensionen angenommen hat, die vom Irrationalen ins Hirnrissige aufgestiegen sind. Als Beispiel sollen uns hier die Moderatoren Bill O’Reilly und Keith Olbermann dienen.

Ersterer ist Starmoderator von Fox News, wo sein Nachrichtenmagazin täglich um 20 Uhr Ostküstenzeit mehr Zuschauer anlockt als irgendeine Nachrichtensendung im Kabelfernsehen jemals zuvor. Bill O’Reilly macht in seinen Kommentaren und Interviews aus seinen konservativen Ansichten keinen Hehl und ergreift oft Partei für den amtierenden Präsidenten.

Entsprechend groß ist die Aufregung um O’Reilly. Besonders in Deutschland ist man entsetzt über die „unfaire“, „parteiische“, „polemische“ und „propagandistische“ Art der Berichterstattung.

Keith Olbermann arbeitet für den drittgrößten Nachrichtensender, MSNBC. Auch seine Sendung läuft täglich, auch um 20 Uhr. Er war auch Moderator der Wahlnacht 2006 bei NBC und MSNBC. Olbermann macht ebenfalls aus seinen politischen Ansichten keinen Hehl. Ohne irgendeine Aufregung über „unfaire“ Berichterstattung auszulösen, hält Olbermann wiederholt in seinen Sendungen 10-Minütige Hetzreden, in denen er unter anderem erklärt: „Die Politik dieser Administration kann und ebenso schaden wie Al Kaida“. George W. Bush sei kein „wahrer Amerikaner“, ein Stück von Amerika sterbe durch die inkompetente Regierung.

Der Moderator hält aufgeregt eine Ansprache, um seine Zuschauer von der Schlechtigkeit der Regierung zu überzeugen. Linke „sehnten“ sich nach eigenen Angaben nach neutralem, objektivem Journalismus, und was herauskommt, ist Propaganda. Plötzlich ist das Ziel nicht mehr der hohe Standard der journalistischen Objektivität, sondern der Wunsch nach einem Schreihals, der die eigene Meinung kundtut.

Auf die Frage, warum diese Art des Meinungsjournalismus gut sei und die andere nicht, antwortete ein Bush-Gegner mir im persönlichen Gespräch, man müsse die Leute informieren und wachrütteln, ihnen erklären, wie schlecht dieser Präsident sei.
Mit anderen Worten: unfairer, voreingenommener Journalismus darf als gut und erstrebenswert erachtet werden, so lange er zu Ungunsten von George W. Bush arbeitet. Was sind Bush-Hasser nur für Leute??

Monday, November 13, 2006

Mehr Toleranz, bitte!

Jetzt wirds aber lustig. Folgende Meldung kommt dieser Tage aus London:
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Popstar Elton John würde Religonen am liebsten verbieten. "Ich denke, dass Religion schon immer versucht hat, gegenüber Homosexuellen Hass zu schüren. Ich würde Religion komplett verbieten", sagte der 59-jährige Brite in einer Sonderausgabe des monatlichen Musik-Magazins der Zeitung "The Observer". Religion scheine nicht zu funktionieren. Vielmehr verwandle sie Menschen in "wahrlich hasserfüllte Lemminge"; Mitgefühl biete sie nicht. (AFP)
...
Merkt der Mann nicht, dass man als Angehöriger einer Gruppe nicht gerade für Toleranz wirbt, wenn man eine andere Gruppe verbieten lassen will?! Was wäre los, wenn eine Religion fordern würde, Homosexualität zu verbieten, weil diese den Hass auf Religionen förderte?
Leider zeigt diese irre Geschichte ein häufiges Phänomen: die, die Toleranz fordern, sind besonder intolerant gegenüber anderen Meinungen. PI beschäftigt sich auf seiner neu gestalteten Homepage ausführlicher mit dem Thema.

Thursday, November 09, 2006

Bye Bye, Rummy... und anderes zu den Wahlen


Diejenigen, die im Zusammenhang mit dem Abschied Donald Rumsfelds von einem "Bauernopfer" sprechen, liegen meilenweit daneben - denn Rummy war für Bush einer der engsten Vertrauten.

Zum Ende der Amtszeit des schlagfertigen Republikaners gibt es bei der Achse des Guten noch einmal die lustigsten Zitate aus seinen berühmten Pressekonferenzen. Unter anderem diesen Klassiker:

Reporter: What are you trying to do with those bunker busters?
Rumsfeld: Kill people.
Reporter: I meant what do you hope to find when you go to the place you dropped the bombs?
Rumsfeld: Dead people.

Momente wie dieser haben jede Pressekonferenz mit dem alten Falken zum Vergnügen werden lassen - er wird uns allen fehlen.
Anyway, voller Schadenfreude berichten die europäischen Medien über die "gewaltige Niederlage" des US-Präsidenten bei den Kongresswahlen. Konzentrieren wir uns mal auf das positive: Joe Lieberman, von den Demokraten verstossen, trat als Unabhängiger an und behielt seinen Sitz im Senat. Obwohl Lieberman beteuerte, nicht zur Marionette der Republikaner zu werden, votierten mehr Anhänger der Bush-Partei für ihn als Anhänger der Demokraten. Die dürften sich mittlerweile grün ärgern, ihn so vergräzt zu haben.
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Wie schon 2004 stimmten die Amerikaner auch bei dieser Wahl eindeutig gegen die gleichgeschlechtliche Ehe. Auf die Frage, ob sie in ihrem jeweiligen Bundesstaat eine Verfassungsänderung wünschen, die die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau definiert, antworteten die Wähler wie folgt (Zahlen in Prozent):
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Arizona yes 49, no 51

Colorado yes 65, no 44

Idaho yes 63, no 37

South Carolina yes 78, no 22

South Dakota yes 52, no 48

Tennessee yes 80, no 20

Virginia yes 57, no 43

Wisconsin yes 59, no 41
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Von 8 Staaten entschieden sich also 7 klar für eine Verfassungsänderung.
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Und noch eine Notiz am Rande: Mitt Romney wurde als Gouverneur von Massachusetts abgewählt. Der smarte Republikaner gilt als Kandidat für die Präsidentschaft 2008; das Besondere: er ist Mormone. Auf jeden Fall ein Name, den man sich merken sollte.

Friday, October 27, 2006

Buh!

Alle Jahre wieder ist Halloween, und nachdem ich diesen von vielen mit Argwohn bedachten "Feiertag" im letzten Jahr mit einem eigenen Artikel gewürdigt habe, will ich in diesem Jahr auf einen anderen, noch viel besseren Artikel verweisen.
Der hervorragende Blog USA Erklärt erklärt, wie der Name schon sagt, zahlreiche Eigenarten der amerikanischen Politik, Kultur und Lebensweise. In diesem ausgezeichneten Artikel wird viel wissenswertes über Halloween ausführlich dargelegt und mit eigenen Erfahrungen des Autors bereichert. Auch ohne ihm zu 100 Prozent zuzustimmen kann ich diesen sehr informativen und ansprechend geschriebenen Artikel Halloween-Anhängern wie -Skeptikern wärmstens empfehlen!